Darum wissen wir dass Denken nicht schadet:
weil deine Neuronen keine Addierer sind
weil sie keine Pulsgeber sind
weil sie keine einfachen Chemotransmitter sind
weil sie keine Parallelrechner sind
weil sie keine 1kips Rechnerknoten sind
weil sie nicht fest verdrahtet sind
und trotzdem stark verknüpft sind
weil sie entscheiden, welche Information sie weiterleiten mögen
weil sie eingebettet in Ganzes ihr Kleinwerk verrichten
wie Ameisen und noch subtiler
weil sie keine Automaten sind
aber automatisch arbeiten
weil sie wisssen, ob man ihnen gut oder schlecht tut
weil sie absterben, wenn die Gedanken zu schwach werden
weil sie auch sterben, wenn die Gedanken zu schlecht werden
weil sie aufleben, wenn sie in Harmonie rückkoppeln
wie Pfeifen und Saiten, nur eben Komplex
denn alles ist Rhythmus und Schwingung
sie woll'n nur das eine: Ihren Nächsten lieben
verletzt man das, wird der Gedanke auch böse
denn ein Gedanke darf nicht die anderen beherrschen
aber das tut er bisweilen.
und das ist das Gute am Menschen und nicht an der Maschine:
er kann das alles was sie nicht kann,
denn die Maschine ist nur von einem Gedanken besessen:
dass alles geht, nur weil man es will
noch eines kann der Neuronenschwarm auch eben besser
den Traum vom Träumen träumen
weil ihre Quanten im Urgrund wurzeln und nicht allein im Netz.
06.09.2008
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